Facesitting
PraktikenAuch genannt: Face Sitting, Gesichtssitzen, Queening
Beim Facesitting setzt sich eine Person auf das Gesicht des Partners: Im BDSM ist es eine Geste der Dominanz, es gibt es aber auch als intime Praktik außerhalb des BDSM.
Facesitting heißt wörtlich „auf dem Gesicht sitzen“. Eine Person lässt sich auf dem Gesicht des liegenden Partners nieder, der unten bleibt. Außerhalb des BDSM ist es einfach eine intime Stellung unter vielen. Im BDSM wird es zum Symbol der Macht: Wer sitzt, hat meist die dominante Rolle, oft eine Mistress, und wer unten liegt, die devote. Im Englischen spricht man auch von Queening.
Varianten
Die Praktik kann ganz bekleidet, fast theatralisch, oder intim sein. Sie kann nur einen Augenblick dauern, als Geste der Überlegenheit, oder Teil eines längeren Moments der Verehrung sein. Oft wird sie mit anderen Elementen der Dominanz kombiniert, etwa Befehlen, Positionen oder kleinen vereinbarten Demütigungen.
Warum es gefällt
Für die Person oben ist es eine Position offensichtlicher Kontrolle und großer Selbstsicherheit. Für die Person unten ist es ein Erlebnis der Hingabe und des völligen Sich-Anvertrauens, in dem die Welt auf den Partner zusammenschrumpft.
Sicherheit und Einvernehmen
- Die Atmung muss immer frei bleiben: Nie das ganze Gewicht ablegen und nie Nase und Mund gleichzeitig bedecken.
- Häufige Pausen, und dabei prüfen, dass die Person unten bequem atmet.
- Mit bedecktem Gesicht kann man das Safeword nicht sagen: Vereinbart ein klares nonverbales Signal, etwa auf den Oberschenkel des Partners klopfen, und probiert es vorher aus.
- Beim Signal steht man sofort auf, ohne Zögern.
- Achtet auf den Hals der Person unten, der nicht gewaltsam abgeknickt bleiben darf.
Facesitting darf nie zu einem Spiel mit der Atmung werden: Das ist eine andere Praktik, Breath Play, von der wir abraten, weil sie gefährlich ist.