Aushandeln
GrundlagenAuch genannt: Negotiation, Absprachen vor der Session
Das Aushandeln ist das Gespräch vor einer BDSM-Session: Wünsche, Grenzen, Safeword, Gesundheit und Aftercare, gemeinsam und mit klarem Kopf entschieden.
Im BDSM ist das Aushandeln der Moment, in dem man gemeinsam entscheidet, was während des Spiels passieren wird. Daran ist nichts Kühles oder Bürokratisches: Es ist ein Gespräch, manchmal sogar lustig und aufregend, das allen die Möglichkeit gibt, die Session ohne böse Überraschungen zu genießen.
Worüber man spricht
- Wünsche: was jeder gern ausprobieren würde, was ihn am meisten reizt.
- Grenzen: was ganz ausgeschlossen ist und was man vorsichtig angehen muss.
- Safeword und nonverbale Signale, falls jemand den Mund voll hat oder gefesselt ist.
- Gesundheit: körperliche Probleme, Allergien, Medikamente, aktuelle Tests, mögliche emotionale Verletzlichkeiten.
- Praktisches: wo, wie lange, ob sichtbare Spuren bleiben dürfen, Schutz.
- Aftercare: was jeder danach brauchen wird.
Wann und wie
Ausgehandelt wird vorher, mit klarem Kopf und ohne Eile, nicht mitten in der Erregung. Mit einer neuen Person macht man es am besten im Chat oder bei einem ersten Treffen an einem öffentlichen Ort, ohne jede Verpflichtung zu spielen. Mit einem festen Partner kann es kürzer ausfallen, darf aber nie übersprungen werden, wenn ihr etwas Neues ausprobiert.
Warum es funktioniert
Gutes Aushandeln schafft Vertrauen: Der devote Part weiß, dass seine Grenzen bekannt sind, der dominante Part weiß, was er vorschlagen kann. Oft ist es auch der beste Weg, herauszufinden, ob es echte Kompatibilität gibt. Wer sich weigert, darüber zu sprechen, oder deine Grenzen genervt abtut, gibt dir damit schon eine wichtige Information.
Was entschieden wurde, gilt für diese Session: Man kann immer neu verhandeln, und eine Absprache verpflichtet niemanden weiterzumachen, wenn er es sich anders überlegt.