Brat

RollenAuch genannt: Brat Tamer, rebellischer Sub

Ein Brat unterwirft sich mit rebellischem Geist: provoziert, ist spielerisch ungehorsam und fordert den dominanten Part heraus, der wiederum Spaß daran hat, ihn zu „zähmen“.

In der BDSM-Sprache bezeichnet Brat, wörtlich „Göre“, eine devote Person, die ihre Rolle frech auslebt. Statt sofort zu gehorchen, scherzt sie, gibt Widerworte, tut so, als würde sie einen Befehl überhören, oder führt ihn auf ihre Weise aus. Das ist kein Mangel an Respekt: Es ist ihre Art zu spielen, und es funktioniert nur, wenn die andere Seite es mag.

Der Brat Tamer

Wer Spaß daran hat, mit dieser Art von Herausforderung umzugehen, wird Brat Tamer genannt, also „Brat-Bändiger“. Die Dynamik ist eine Art liebevolles Duell: Der Brat provoziert, der dominante Part antwortet mit Strenge, Humor oder einer kleinen vereinbarten Konsequenz, etwa einer Aufgabe oder einer leichten Strafe. Der Reiz liegt genau in diesem Hin und Her, in einem Kräftemessen, von dem beide wissen, wie es ausgehen wird.

Warum es gefällt

Für den Brat ist die Rebellion eine Möglichkeit, die Präsenz und Aufmerksamkeit des Partners zu spüren und die endgültige Hingabe intensiver zu machen. Für den dominanten Part ist sie eine Herausforderung, die Kreativität und Autorität verlangt. Viele Paare finden in dieser Dynamik eine Portion Humor, die das Spiel leichter macht.

Einvernehmen und Grenzen

Auch Rebellion hat Regeln. Vorher muss geklärt werden, welche Provokationen zur Szene gehören und welche nicht und welche Konsequenzen akzeptiert sind. Nicht alle Dominanten mögen Brats, und das ist völlig in Ordnung: Es ist eine Frage der Kompatibilität, die man im Gespräch herausfindet.

Ein gespielter Protest ist nie ein Safeword, und ein Safeword ist nie eine Provokation. Gerade weil ein Brat oft zum Schein „Nein“ sagt, muss das Safeword eindeutig sein, sich von allem anderen unterscheiden und sofort respektiert werden.

Verwandte Einträge

Mehr dazu in den Ratgebern

Anzeigen auf Corda Rossa