Shibari
Bondage und FesselungAuch genannt: Kinbaku, japanische Fesselkunst, Seile
Shibari ist die japanische Kunst der Fesselung mit Seilen: Ästhetik, Berührung und Vertrauen, in Ruhe zu erlernen und mit klaren Sicherheitsregeln.
Shibari ist ein japanisches Wort, das ungefähr „binden“ bedeutet. Im Westen bezeichnet es einen Bondage-Stil mit Seilen, der aus der japanischen Tradition stammt und Ästhetik, Technik und Intimität verbindet. Oft wird auch der Begriff Kinbaku verwendet, der den erotischen und emotionalen Aspekt der Fesselung betont.
Wie man es grundsätzlich praktiziert
Verwendet werden Seile aus Naturfasern wie Hanf oder Jute oder weiche Kunstfaserseile. Die Fesselungen reichen von einfachen Wicklungen um Handgelenke und Arme über aufwendige Muster am Oberkörper bis zu Suspensions, die jahrelange Übung erfordern. Wichtiger als das Endergebnis ist der Prozess: der Rhythmus, die Berührung, der Dialog zwischen der Person, die fesselt, und der Person, die gefesselt wird.
Warum es gefällt
Für die gefesselte Person kann Shibari eine fast meditative Erfahrung sein: der Druck der Seile, der sich verlangsamende Atem, das Gefühl, gehalten zu werden. Für die fesselnde Person ist es eine Kunst, die volle Aufmerksamkeit für das Gegenüber verlangt. Viele schätzen es auch wegen seiner visuellen Schönheit, sodass es eigene Performances und Fotoausstellungen gibt.
Sicherheit und Einvernehmen
- Eine Sicherheitsschere mit abgerundeter Spitze immer griffbereit.
- Nie Seile um den Hals.
- Achtet auf die Nerven an Armen, Handgelenken und Beinen: Kribbeln oder kalte Hände bedeuten, sofort loszubinden.
- Eine gefesselte Person wird nie allein gelassen.
- Keine Suspensions ohne ernsthafte Ausbildung bei erfahrenen Lehrenden.
Shibari lernt man am besten in Kursen und Übungsgruppen, wo jemand dich korrigieren kann. Unser Ratgeber für Einsteiger vertieft die Grundregeln.